Neu ab dem Schuljahr 2016/2017

Lesen Sie hier mehr über die Neuerungen am IKG ab dem Schuljahr 2016/2017:

Der neue Bildungsplan 2016

Seit 2016 gibt es einen neuen Bildungsplan. Seit dem letzten Bildungsplan aus dem Jahr 2004 hat sich die Welt weitergedreht. Man denke nur an die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnik vor 15 Jahren war etwa von internetfähigen Smartphones noch nicht die Rede. Die demographische Entwicklung – der Anteil von Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren wird weiterhin abnehmen – wie auch die Migration stellen die Schulentwicklung vor veränderte Herausforderungen. Aber auch die Verabschiedung bundeseinheitlicher Bildungsstandards (zuletzt 2012 für das Abitur) muss in den Bildungsplänen umgesetzt werden; Baden-Württemberg ist hier eines der ersten Länder, das dies tut.

 

Was hat sich geändert?

  • Es gibt zum ersten Mal einen einheitlichen Bildungsplan für alle allgemeinbildenden Schulen außer dem Gymnasium. Die Anforderungen des Gymnasiums sind in diesem Plan als sog. „erweitertes Niveau“ enthalten, und zwar fast formulierungsidentisch. Das sichert die Durchlässigkeit des Schulsystems, indem es die Übergänge zwischen den Schulen erleichtert. Daneben gibt es einen eigenen gymnasialen Bildungsplan. Seine Standards gelten auch dort, wo an den Gemeinschaftsschulen eine Oberstufe eingerichtet wird.
  • Der neue Plan ist wie der alte kompetenzorientiert formuliert, d.h. es wird beschreiben, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler am Ende von Bildungsabschnitten erworben haben müssen, statt nur einfach den zu behandelnden Stoff aufzulisten. Dies geschieht aber sehr viel genauer als im alten Bildungsplan. Damit ist eine deutlichere Orientierung für die Lehrer und eine stärkere Vergleichbarkeit von Unterricht gesichert.
  • Insbesondere werden wieder viel deutlicher Inhalte des Unterrichts aufgenommen. Dazu unterscheidet der Bildungsplan 2016 zwischen Kompetenzen, bei denen ein Können, eine Praxis im Zentrum steht („prozessbezogene Kompetenzen“), und solchen, die eher auf ein Wissen zentriert sind („inhaltbezogene Kompetenzen“). Diese beiden Kompetenzbereiche werden im Unterricht stets in enger Verzahnung gefördert. Darüber hinaus sind die prozessbezogenen Kompetenzen mit Blick auf den Abschluss, d.h. das Abitur formuliert, die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind jeweils für Zweijahresabschnitte ausgewiesen.
  • Der Bildungsplan 2016 nimmt auch überfachliche Bildungsziele explizit in den Blick. Sie sollen die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler fördern, aber sie auch auf ein eigenverantwortliches und kompetentes Handeln in einer immer komplexer werdenden Lebens- und Berufswelt vorbereiten. Dazu sind insgesamt sechs „Leitperspektiven“ ausgewiesen, die im Plan an die einzelnen Inhalte angebunden werden.
  • Und selbstverständlich werden auch die Inhalte auf den neuesten Stand gebracht.

Der Bildungsplan 2016 wird nicht abrupt, sondern stufenweise eingeführt. Nachdem in diesem Schuljahr die Klassen 5 und 6 damit gestartet sind, wächst der Plan in den folgenden Jahren mit den Klassenstufen nach oben (2017 wird er für die Klasse 7 eingeführt, 2018 für Kl. 8 usw.). Die Schulen haben zudem zum Plan ein Curriculum, d.h. eine für die Schule passende, konkrete Umsetzung des Planes formuliert, so dass auch eine einheitliche Umsetzung an der Schule gewährleistet ist.