Kommunikation erwünscht


Soziales Lernen macht Schule – auch am IKG

Die erste Schulwoche hat begonnen, ruhig und organisiert. Organisiert ja, aber ruhig? Keineswegs! Immerhin haben viele Fünftklässler eine ganz neue Schule zu erkunden! Das Willkommenheißen und Zurechtfinden im Schulhaus, aber auch sich in der Klasse finden, Raum für erste Kontakte und somit auch für soziales Lernen zu schaffen, sind wichtige Inhalte der 1. Schulwoche.


Die Ansprüche an die sozialen Kompetenzen der Schüler wächst stetig, wird aber in vielen Lebensbereichen gar nicht vorgelebt. Aus diesem Grund hat das Immanuel-Kant-Gymnasium ein Konzept erarbeitet, welches die soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig fördern soll. Das dafür aufgestellte Schulsozialcurriculum beinhaltet eine Vielzahl von Projekten und Themen für alle Stufen, die den Kindern und Jugendlichen helfen sollen diese Kompetenzen aufzubauen. Die Klassenlehrer-Stunden der 5. – 8. Klassen werden genutzt, um gezielt an Dingen wie der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Gewaltprävention zu arbeiten und der Klassenrat bietet die Möglichkeit Konflikte gemeinsam zu lösen. In den Assemblys kommen halbjährlich alle Schüler einer Stufe zusammen, um Informationen auszutauschen oder Probleme anzusprechen. Das Präventionskonzept „Stark.Stärker.Wir“ sorgt in unterschiedlichen Klassenstufen für die Auseinandersetzung mit  Suchtproblemen. In Workshops geht es um den Umgang mit sozialen Netzwerken, Mobbing oder Gesundheit. Auch außerschulische Partner wie die Polizei oder Präventionseinrichtungen sind daran beteiligt. Unsere Schulsozialarbeiterin und auch unsere Beratungslehrerin sind mögliche Ansprechpartner bei Einzelproblemen oder bieten Projekte für ganze Klassen an. Denn das Austragen von Konflikten und der Umgang mit Problemen sind wichtig für die Entwicklung der Kinder und deren Entstehung ist ganz natürlich.


Fast noch wichtiger ist es uns aber, dass unseren Schülern ihre eigenen Stärken bewusst werden und sie diese auch für andere einsetzen wollen. Aus diesem Grund führen alle Neuntklässler ein betreutes Sozialpraktikum in einer sozialen Einrichtung durch und 9.- und 10.-Klässler können sich zu Klassenpaten und Streitschlichtern ausbilden lassen, um vor allem den jüngeren Schülern helfend zur Seite zu stehen. Und wenn es mal fachlich schwierig wird, bieten ausgebildete Jugendbegleiter der 10. bis 12. Klasse Intensivkurse an. So können sie ihre eigenen Stärken nutzen, um anderen Schülern zum Beispiel in Mathematik oder Englisch weiterzuhelfen.


Aber auch außerhalb der Klasse und des Unterrichts findet direkt am IKG Leben statt. Im Haus der Schüler bietet die Schulsozialarbeiterin mittags einen Schülertreff an. Hier wird gekickert, Billard gespielt, gelesen oder gespielt. Auch Hausaufgaben kann man hier erledigen – alleine oder gemeinsam und mit Unterstützung der Hausaufgabenbetreuer. Dadurch entsteht Kontakt zwischen allen, den Kleinen, den Mittleren und den Großen. So soll ein Raum geschaffen werden, in welchem Schule als Gemeinschaft erlebt wird, aber auch jeder als Individuum wahrgenommen und akzeptiert wird und Konflikte nicht unter den Teppich gekehrt werden, sondern man diese nutzt, um daraus zu lernen.